Wenn die Bank mit der Klinik fusioniert, 13. Starkbierfest

Allen Erwartungen gerecht ist auch heuer wieder das Starkbierfest geworden, das der CSU-Ortsverband am ersten Samstag im März veranstaltete. Es ist mittlerweile die 13. Auflage der Veranstaltung.

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Mit 120 Gästen voll ausverkauft war der Saal im Gasthof Fuchs und die Veranstaltung wurde zu einem kurzweiligen und stimmungsvollen Abend. Neben dem Starkbier und den bayerischen Brotzeiten stand natürlich das „Derblecken“ der Politikprominenz auf Gemeindeebene, Landkreisebene und darüber hinaus im Vordergrund. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Bruder Castellus, alias Bernhard Kästle, der im ersten Akt des Abends dem Gemeindechef, Bürgermeister Reinhard Heinrich und Landrat Martin Wolf einen Ehrentrunk überreichte. IMG_0022

In seiner Fastenpredigt durchleuchtete Bruder Castellus eine Reihe von Ereignissen aus dem Gemeinderat und dem Landkreis. Humorvoll, witzig und immer mit Hintergedanken verfolgte er das Geschehen der vergangenen zwölf Monate in der Gemeinde, nahm die Kreis- und Gemeindepolitik teils mit aktuellen Themen aus dem Gemeinderat aufs Korn und hatte die Lacher auf seiner Seite.

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Dem Landrat empfahl Pater Castellus eine Fusion der Ilmtalklinik mit der Kreissparkasse. Die Gewinne aus dem operativen Geschäft der Sparkasse fließen dann in den Gesundheitsfonds Ilmtalklinik, das würde auch der Kreisumlage gut tun und die Streiterei um die Verteilung der Gewerbesteuer wäre dann obsolet. Dem Bürgermeister – Reinhard Heinrich feiert im August seinen 60. Geburtstag – empfahl der Fastenprediger, sich langsam auf den Ruhestand vorzubereiten. Er könnte dann für die Entrümpelung und Entsorgung in Vieth, seinem Wohnort, und der näheren Umgebung zuständig sein. Als einen „schwarzen Tag“ bezeichnete er den Tag der Preisverleihung beim Königsschießen in Langwaid: Erwin Renauer hatte die Kette für den Gemeinde-Schützenkönig vergessen. Gemeinderätin Elisabeth Stocker wurde aufgrund ihres vielfältigen Aufgabenbereiches neben ihrer Familie als „Ursula von der Leyen der Reichertshausener CSU“ bezeichnet.

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Was den Faschingssonntag betrifft, so bedankte sich Pater Castellus auf seine ganz spezielle Weise bei Florian Simbeck für seinen Beitrag in einem sozialen Netzwerk. Er hechle jeder Publicity hinterher, die er nur kriegen könne. Als Glück im Unglück bezeichnete er Pfarrvikar Florian Regner, der als Nachfolger von Dekan Konrad Eder die Tradition einer lustigen Einlage während des Gottesdienstes am Faschingssonntag in der Steinkirchener Pfarrkirche weiter führte.

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Die Musik übernahm der Humorist und Hochzeitslader Josef Nieser, alias Loch Sepp. Er ging mit seinem Akkordeon und Witzen und Trinksprüchen durch die Reihen. Drei Sketche unter der Regie von Renate Hirschberger durch Mitglieder des Ortsverbandes vorgetragen, sorgten ebenfalls für die Unterhaltung der Gäste. Einen solchen Abend ließen sich auch Ehrengäste nicht entgehen. Dazu konnte CSU-Ortsvorsitzender Wolfgang Linner den Landtagsabgeordneten Karl Straub, Landrat Martin Wolf, Pfarrvikar Florian Regner, vom JU-Kreisverband Fabian Flössler und Christian Moser begrüßen. Die Gemeindespitze war durch Bürgermeister Reinhard Heinrich, seinem Stellvertreter Erwin Renauer und einige Gemeinderäte vertreten. Eine Abordnung von Ilmmünster führte Bürgermeister Anton Steinberger mit seiner Stellvertreterin Brigitte Wallner an.