„Nadelöhr“ wird heuer endlich beseitigt.

Zur aktuellen Pressemitteilung des Straßenbauamtes …

kreuzung-bautafel

Die neue Kreuzung wird künftig von einer „intelligenten“ Ampel gesteuert, wonach auf der B 13 Dauergrün herrscht. Wenn bei den 2 neuen Linksabbiegespuren auf der B13 bzw. von der Staatsstraße 2337 (= Schloßstraße) her aber Fahrzeuge kommen, schaltet die Ampel für den erforderlichen Zeitraum um.

Nadeloehr

Auf der Staatsstraße 2337 wird zudem eine Links‐ und eine Rechtsabbiegerspur geschaffen, damit die Fahrzeuge, welche in Richtung München abbiegen wollen, nicht mehr über den Bürgersteig fahren müssen. Um eine echte Kreuzung zu erhalten, wird des Weiteren die Angerhofstraße etwas verlegt: Ab der St.‐Stephanus‐Straße verläuft sie künftig über die Grünfläche, wo jetzt noch der Maibaum steht. Im Gegenzug wird der Rathausplatz im unteren Bereich entsprechend breiter.
Dort werden dann neue Parkplätze errichtet sowie direkt vor dem Pavillon an der B 13 eine große Busbucht gebaut.

Schaffung einer ampelgeregelten neuen Kreuzung in der Ortsmitte von Reichertshausen

hier: Historie
Seit vielen Jahren nimmt der Verkehr in der Ortsdurchfahrt Reichertshausen drastisch zu. Bei der letzten offiziellen Zählung stellte sich
heraus, dass auf der B 13 tagtäglich mehr als 13.000 Fahrzeuge durch Reichertshausen fahren. Über die Schloßstraße (=Staatsstraße 2337) kommen über 3.000 Fahrzeuge, welche in die B 13 einmünden wollen.
Aufgrund dieses sehr hohen Verkehrsaufkommens war es bislang nicht leicht, gefahrlos in die B 13 einzubiegen. Vielfach wurde festgestellt, dass Rechtsabbieger Richtung München über den Gehsteig fahren, da die Linksabbieger Richtung Pfaffenhofen oftmals sehr lange warten müssen, bis sie bei dem dichten Verkehr die erforderlichen zwei Fahrbahnen überqueren können.
Freitagnachmittags und Samstagvormittags ist es am schlimmsten: Da auf der Autobahn anscheinend sehr oft Unfälle passieren oder diese am Wochenende grundsätzlich überlastet ist, quälen sich die Durchreisenden Stoßstange an Stoßstange durch Reichertshausen.
Die Notlösung in einer solchen Situation, aus der Schloßstraße rauszukommen, sieht oftmals so aus, dass man jemand bittet, die Fußgängerampel zu drücken. Der Erfolg ist dann aber nicht allzu groß, da – wenn alles gut geht und sich die Autofahrer an die Haltelinien halten – nur zwei bis drei Pkw’s rausfahren können. Es war also dringend an der Zeit, dieses Problem zu lösen. Seit einigen Jahren ist 1. Bürgermeister Reinhard Heinrich deshalb bereits beim Staatlichen Bauamt Ingolstadt vorstellig.

Ursprünglich glaubte man, dass ein Kreisel die beste Lösung des Problems wäre. Diese Idee wurde aber sehr schnell von den Fachbehördenund auch der Polizei verworfen. Übereinstimmend teilten sie nämlich mit, dass ein Kreisel nur dann funktioniert, wenn der Verkehr zwar gebremst, aber auf alle Fälle noch fließend bleibt. Dies‘ wäre bei uns aber nicht mehr der Fall, da viele Bürger sowie Schul kinder, etc. tagtäglich die B 13 bzw. die Schloßstraße überqueren müssen. Die Unfall- und Verkehrsstatistiken prognostizieren hier – noch dazu, wenn sehr viele fremde Pkw‘s und Lkw‘s durchfahren – ein erhöhtes Gefährdungspotenzial.

Unter anderem aus diesem Grund hat man sich deshalb für eine sogenannte „intelligente“ Ampelanlage entschieden. Nachdem die zuständigen Behörden ihre Zustimmung erteilt haben und die Finanzierung vom Bund bzw. Freistaat Bayern gesichert war, konnten die erforderlichen Grunderwerbsverhandlungen durchgeführt werden. Dankenswerterweise haben die Familien Tant und Lindermeir dabei die erforderlichen Grundstücksflächen abgetreten.
Die Familie Oberhauser ist zudem bereit, auf einen Stellplatz an der B 13 auf Höhe ihres Geschäftshauses zu verzichten. Damit werden die Sichtverhältnisse bei der Ausfahrt vom Betriebshof Lindermeir/Tant (Gaststätte, Metzgerei, etc.) in die B 13 erheblich verbessert.
Auf der gegenüberliegenden Grundstücksseite hat des Weiteren auch die Familie Kleinmichel ihre Zustimmung zu einer Grundabtretung gegeben, wonach die Einmündung der Angerhofstraße in die B 13 „runder“ gestaltet werden kann und zudem ein Ausbau des Bürgersteiges entlang ihrem Anwesen an der B 13 auf eine Breite von 1,50m möglich wird.
Für diese großartige Mitwirkungsbereitschaft danke ich allen vorgenannten Grundstücksanliegern sehr herzlich!

Nachdem also nun alle Voraussetzungen geschaffen sind, kann es mit der Umsetzung losgehen. Vom Staatlichen Bauamt Ingolstadt ist folgende Vorgehensweise geplant:

1. Derzeit wird von einem externen Büro die Detailplanung erstellt.
2. Das Staatliche Bauamt Ingolstadt schreibt alle Arbeiten aus. Darunter befinden sich auch die von der Gemeinde zu über nehmenden Kosten (Gehsteige, neue Parkplätze, erforderliche bzw. zugesagte Maßnahmen an Nachbargrundstücken, etc.).
Der Straßenbau selber, die Aufstellung der „intelligenten“ Ampelanlage sowie die Verlegung der Angerhofstraße, etc. werden dagegen zu 100 % vom Bund bzw. Freistaat Bayern übernommen.
3. Nach der Hauptreisezeit, d. h. nach den großen Ferien wird dann mit den Baumaßnahmen begonnen. Bis zum Spätherbst sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein und die neue Kreuzung ihre volle Funktion aufnehmen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich freue mich sehr, dass uns nun dank dem Staatlichen Bauamt Ingolstadt und der Mitwirkungsbereitschaft der Grundstücksanlieger der „Durchbruch“ gelungen ist. Wir haben zwar Chancen auch, in den Bundesstraßenausbauplan bezüglich einer Ortsumgebung von Reichertshausen aufgenommen zu werden. Wegen der äußert schwierigen topographischen Verhältnisse sowie der vielen diesbezüglichen Anträge von anderen Gemeinden wird es meines Erachtens aber mindestens 15 – 20 Jahre dauern, bis eine eventuelle Realisierung ins Auge gefasst werden kann. Solange können wir aber nicht warten, da das Problem jetzt schon massiv da ist und von Jahr zu Jahr immer noch größer wird.

Freuen wir uns also, dass mit der neuen ampelgeregelten Kreuzung am Ende diesen Jahres endlich eine erhebliche Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in der Ortsmitte von Reichertshausen erreicht wird.

Ihr
Reinhard Heinrich
1. Bürgermeister