IT-Planungsrat und Bayern-CIO planen …


Digitalisierung der wichtigsten Verfahren bis 2020

Die IT Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung koordiniert die Digitalisierung der Verwaltung und gibt hierfür die strategische Zielrichtung vor (CIO). Eine Kernaufgabe ist dabei die Umsetzung des Koalitionsvertrags, wonach ab Ende 2020 für die wichtigsten Verwaltungsverfahren flächendeckende Online-Services für Bürger und Unternehmen bereitstehen sollen. Damit gehen die Ziele Bayerns über die Vorgaben des Onlinezugangsgesetzes (OZG) hinaus, nach welchem alle Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 digital angeboten werden sollen.

Umsetzung Onlinezugangsgesetz (OZG)

Portalverbund © IT-Planungsrat

Um den Fortschritt bei der Digitalisierung der Verwaltungsleistungen zu steuern, wird die IT Beauftragte hierfür einen Plan zur OZG-Umsetzung erstellen und die zeitgerechte Umsetzung durch die Ressorts koordinieren. Dabei sollen bereits bestehende Basiskomponenten als Infrastruktur genutzt werden. Die technische Umsetzung und der Betrieb von digitalen Verwaltungsangeboten verbleiben im Staatsministerium der Finanzen und für Heimat bzw. bei den fachlich zuständigen Ressorts.

Single Digital Gateway © EU-Commission Staff Working Document, SWD (2017) 213 final, Annex 17

Eine große Herausforderung stellen die Umsetzung des zentralen europäischen Online-Portals („Single Digital Gateway“) und die medienbruchfreie Bereitstellung von 21 Verfahren (Schlüsselleistungen) aus der EU-Verordnung 2018/1724 über die Einrichtung eines einheitlichen europäischen digitalen Zugangstors dar.

Mehr Bürgerfreundlichkeit: „Once-Only-Prinzip“

Bürger und Unternehmen sollen dem Staat erforderliche Angaben für die Bearbeitung des begehrten Verwaltungsakts nur einmal beibringen müssen (Once-Only-Prinzip). Zur Erreichung o. g. Ziele ist eine umfassende Registermodernisierung zu verwirklichen. Die IT-Beauftragte treibt diese Themenfelder voran und steuert deren Umsetzung.

Elektronische Identitäten

Ein flächendeckendes Angebot von sicheren elektronischen Verfahren zur Gewährleistung von Identität, Authentizität, Integrität, Vertraulichkeit und Nachweisbarkeit in elektronischen Transaktionen für Bürger, Unternehmen und der Verwaltung ist Voraussetzung für die Digitalisierung. Die IT Beauftragte wird deshalb eine Gesamtstrategie für den Einsatz praktisch handhabbarer elektronischer Identifizierungs- und Signaturverfahren (eID-Strategie) unter Berücksichtigung der eIDAS-VO im Rahmen des Servicekontos erarbeiten.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Digitales

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